Wie bereits im Juli angekündigt, hat die UBS heute aktuelle Informationen bekannt gegeben, wonach sie bis Ende 2013 ihre jährlichen Kosten um rund CHF 2 Milliarden senken will. Dieser Plan umfasst unter anderem den Abbau von rund 3500 Stellen.
Der KV Schweiz bedauert diesen Abbau und insbesondere die Tatsache, dass dieser voraussichtlich vor allem im Back- und Middleoffice stattfinden wird. Bereits 2009 wurde genau in diesem Segment schon einmal massiv reduziert. Damals versicherte die UBS, dieser Personalbereich sei gut aufgestellt für die Zukunft. Umso mehr ist der KV Schweiz über die Ankündigung eines erneuten Abbaus befremdet. Insbesondere kritisiert er, dass die UBS am Gewinnziel von 15 Mia. Franken festhalten will. Gerade vor diesem Hintergrund hält der Angestelltenverband die in der Schweiz geplanten 400 Entlassungen für zynisch.
Bei der letzten Abbauwelle hat der KV Schweiz die UBS aufgefordert, innovative Arbeitszeitmodelle zu entwickeln, welche der Volatilität der Branche Rechnung tragen. Die Vorschläge wurden aber nur in sehr bescheidenem Mass realisiert. Wären die neuen Arbeitszeitmodelle breiter zum Tragen gekommen, würden sich die im Grossraum Zürich geplanten Entlassungen zumindest teilweise erübrigen.
Bei der UBS gibt es einen mit externen Sozialpartnern (KV Schweiz und Bankpersonalverband) ausgehandelten Sozialplan, der die Lage der Betroffenen mildern kann, z.B. durch Verlängerung der Kündigungsfristen oder Umschulungsmassnahmen. Dieser ist bis Ende 2011 befristet. Noch immer ist nicht klar, ob die externen Partner erneut Vertragparteien sein werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entlassungspläne fordert der KV Schweiz die UBS dringend auf, die Sozialpartnerschaft im Interesse ihrer Belegschaft in bewährter Weise fortzuführen.






