Von Annett Altvater
Vor 30 Jahren klapperten in allen Büros die Schreibmaschinen - heute hat die Hermes Baby höchstens noch Nostalgiewert. Stattdessen hat der Computer die Arbeitswelt erobert. Doch der technologische Fortschritt erfordert von den Anwenderinnen und Anwendern erheblichen Aufwand: Zahlreiche Programme und ihre vielfältigen Funktionen wollen zuerst begriffen sein, bevor sie als Arbeitsinstrument eingesetzt werden können. Um die wichtigsten und typischen Aufgaben zu erledigen, braucht man zwar keine Meisterprüfung. Unabdingbar sind jedoch solide Kenntnisse der MS-Office Palette. Insbesondere gefragt sind:
- Word
- Excel
- PowerPoint
- Outlook
Auf langwierige Basis-Lehrgänge können insbesondere all jene verzichten, die bereits im Rahmen der kaufmännischen Grundbildung grundlegende Kenntnisse erworben haben. Ist in Stelleninseraten die Rede von «guten Computerkenntnissen» oder werden «fundierte Anwenderkenntnisse» erwartet, reicht die KV-Grundbildung aus. Auch der Lerneffekt aus der Computernutzung in der Freizeit ist gerade bei jüngeren Generationen nicht zu unterschätzen.
Arbeitgeber setzen laut Fachleuten praktische Grundkenntnisse im Rahmen der MS-Office-Palette in jedem Fall voraus. Wer mit der Hälfte der Word-Funktionen umgehen kann und 20 Prozent der Möglichkeiten von Excel ausschöpft, dürfte sich im normalen Rahmen bewegen.
Früher musste man für viele Erweiterungen der Programme und neue Anwendungen einen Kurs besuchen, heute sind die meisten Systeme selbsterklärend. Und klappt etwas nicht, bieten die Softwares Hilfe zur Selbsthilfe. Deshalb bringt es Lernwillige oft schon weiter, wenn sie sich selbst schulen und sich Zeit nehmen, bislang unentdeckte Funktionen auszuprobieren. Zu wissen, wo Informationen zu finden sind, zählt heute zur Kulturtechnik. Und die Beschäftigung mit dem Computer in allen Lebensbereichen erleichtert es, sich in branchenspezifische Programme hineinzudenken.





