Context 1/2 2008 | 28. Januar 2008

Finanzielles Gleichgewicht

Der Bund will bei der Arbeitslosenversicherung Schulden abbauen und finanzielle Defizite vermeiden.

Obwohl die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen ist, bleibt die Arbeitslosenversicherung (ALV) in einer finanziellen Schieflage: Pro Jahr fehlen der Sozialversicherung rund eine Milliarde Franken. Um die ALV auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, hat der Bund einen Vorschlagskatalog in die Vernehmlassung geschickt, der sowohl Einsparungen wie auch Mehreinnahmen plant. So sollen zum Beispiel neu Schul- und Studienabgänger/innen eine Wartezeit von 260 Tagen erhalten. Nach einer Beitragszeit von 12 Monaten werden lediglich noch 260 Taggelder ausbezahlt, auch bei älteren Arbeitnehmenden soll die Beitragsdauer erhöht werden. Mehreinnahmen sollen durch die Erhöhung der Beitragssätze generiert werden: Diese sollen von 2,0 auf 2,2 Prozent steigen (rund 460 Millionen Franken). Um die bestehenden Schulden abzubauen, soll der Beitragssatz befristet auf 2,5 Prozent erhöht und neu ein Solidaritätsbeitrag auf Einkommen ab 106800 Franken erhoben werden. Der KV Schweiz begrüsst die ALV-Revision, kritisiert jedoch den geplanten Abbau auf der Leistungsseite. yet

 

Nr. 1/2 | 28. Januar 2008