Context 03 / 2007 | 2. Februar 2007
Der Kaufmännische Verband Schweiz ist erfreut, dass der Bundesrat im Rahmen der BFI-Botschaft (Bildung, Forschung und Innovation) die Berufsbildung stärken will. Der KV Schweiz drängt darauf, dass die gesetzlichen Vorgaben in diesem Bereich endlich erfüllt werden. Es ist zentral, dass die Wirtschaft weiterhin nebst Spitzenkräften in Forschung und international wettbewerbsfähigen Hochschulabsolventen auch über eine breite Basis hoch qualifizierter Fachkräfte verfügt. Diese sind insbesondere für die KMU unentbehrlich. Bereits heute zeichnet sich - ein für die Wirtschaft fataler Fachkräftemangel ab. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Steigerung der Bildungsausgaben um insgesamt sechs Prozent erachtet der KV Schweiz jedoch als zu tief, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz langfristig abzusichern. PD
Zwar zeigt der aktuelle Lehrstellenbarometer leicht nach oben, doch waren auch letztes Jahr noch immer 23 000 Jugendliche mangels einer Lehrstelle gezwungen, eine Übergangslösung in Angriff zu nehmen. Von Bundesämtern und Politikern sind gelegentlich Kommentare oder Absichtserklärungen zu vernehmen, wer hingegen nie zu Wort kommt, sind die Jugendlichen selber. Das soll sich jetzt ändern: Das Schweizerische Komitee gegen Jugendarbeitslosigkeit skja lanciert einen Wettbewerb, wo Jugendliche aufgerufen werden, eigene Ideen gegen die Lehrstellenmisere zu entwickeln.
Die eingereichten Projekte werden auf einer Internetplattform aufgeschaltet. Zusätzlich werden sie an den «Lehrstellenkonferenzen von unten» vom 23. März 2007 und - falls sie es in die Endausscheidung schaffen - am Schlussevent vom 24. März 2007 in Bern präsentiert. Für die besten Lehrstellen-Ideen gibt's Preise im Wert von 10 000 Franken.
Zur Teilnahme berechtigt sind Gruppen von mindestens zwei Jugendlichen (Alterslimite 20 Jahre). Anmeldung und weitere Informationen: www.zukunftjetzt.org, info@zukunftjetzt.org .
Anmeldeschluss ist der 15. Februar.