Die Lehre: Verbindung von Theorie und Praxis

Charakteristisch für die Schweizer Berufsbildung ist die Kombination von Schule und praktischem Lernen im Betrieb. Dieses "Duale System" gewährleistet eine praxis- und handlungsorientierte Ausbildung sowie die Festigung des theoretischen Wissens im beruflichen Alltag.

Praxis im Betrieb 


Die betriebliche Ausbildung ist das Herz der Grundbildung. Hier erfahren die Lernenden die Arbeitswelt 1:1. Begleitet werden sie dabei von mindestens einer Person, die im Betrieb für die Ausbildung der Lernenden verantwortlich ist. Sie muss über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, mindestens zwei Jahre Berufserfahrung und  über pädagogische und methodisch-didaktische Fähigkeiten verfügen. Die Ausbildung erfolgt gemäss dem jeweiligen Branchen-Modelllehrgang (kaufmännische Berufe) bzw. dem Bildungsplan (Detailhandel).


 


 Theorie in der Berufsfachschule


Je nach Beruf verbringen die Lernenden ein bis zwei Tage pro Woche an einer Berufsfachschule. Sie deckt den schulischen Teil der Grundbildung ab, indem sie die theoretischen Grundlagen zur Berufsausübung und allgemeinbildende Themen vermittelt. Zudem fördert sie die Entfaltung der Persönlichkeit und die Sozialkompetenz der Lernenden.




Überbetriebliche Kurse


In den überbetrieblichen Kursen eignen sich die Lernenden grundlegende berufliche Fertigkeiten an. Die Kurse sind obligatorisch und werden von den Berufsverbänden blockweise durchgeführt. Die Kurse können einige Tage bis zwanzig Wochen dauern. Auswahl und Dauer richten sich nach den Anforderungen des Berufs.