Die Möglichkeit, Arbeit unabhängig von einem festen Arbeitsplatz und festen Arbeitszeiten zu verrichten - sei es um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können, Freiräume für kreative Prozesse zu gewinnen oder sich einfach einmal einem Text in Ruhe, vertieft widmen zu können - wird von vielen geschätzt. Gleichzeitig klagen aber auch viele Arbeitnehmende vermehrt über Stress und damit verbundene gesundheitliche Probleme.
Stress ist eine typische Zeiterscheinung, vor rund fünfzig Jahren sprach noch kaum jemand davon. Stress erleben wir in Situationen, in denen wir die an uns gestellten Anforderungen nicht mit unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten in Einklang bringen. Oft fühlen wir uns dabei überfordert. Aber auch Unterforderung kann Stress erzeugen. Nur wenn die Waagschalen „Anforderungen“ und „ Fähigkeiten und Möglichkeiten“ im Gleichgewicht stehen, wandelt sich der Stress ins Positive, zur Herausforderung.
Im Zusammenhang mit der ständigen Erreichbarkeit werden als Stressfaktoren vor allem zwei genannt: Zeitdruck und wiederholte Unterbrechungen. Unternehmen sollten deshalb dafür besorgt sein, Ihren Mitarbeitenden Arbeitsplätze mit Rückzugsmöglichkeiten zu verschaffen, Stellvertretungen zu organisieren und die Erreichbarkeit ausserhalb der offiziellen Arbeitszeit klar zu regeln. Aber auch unser Selbstmanagement ist gefragt. Helfen kann dabei eine Tagesplanung, in der wir nicht nur störungsfreie Zeiten und Zonen sowie Pufferzonen für Unvorhergesehenes einplanen, sondern auch unsere persönliche Leistungskurve berücksichtigen. Vor allem aber ist es wichtig, dass wir unsere Freizeit derart gestalten, dass sie eine klare Abgrenzung zu unserer Arbeit darstellt und uns die notwendige Erholung ermöglicht.






