Die meisten Befragten sind relativ zufrieden mit der Karriereentwicklung in ihrem jetzigen Unternehmen. Männer und Frauen unterscheiden sich in der Zufriedenheit leicht, aber nicht wesentlich. Nach Ansicht der Kaderleute sind eine Reihe von Faktoren für eine Karriere in der Finanzbranche von Bedeutung. Am wichtigsten ist die Unterstützung durch Vorgesetzte. Vor allem Frauen betonen diesen Aspekt. An zweiter Stelle rangiert das eigene Selbstvertrauen als Karrierevoraussetzung, vor Durchsetzungskraft und Einsatzbereitschaft bzw. Eigeninitiative.
Die grosse Mehrheit der befragten Unternehmen bietet Förderungsprogramme für Kader- und Führungsanwärter/innen an. Die häufigsten Formen sind Assessments und Förderpools. Männer nutzen sämtliche Förderungsprogramme häufiger als Frauen.
Für die Mehrheit der Befragten hat sich die Nutzung von Förderungsprogrammen nicht auf den Berufsverlauf, d.h. auf Karriere, Lohn oder Weiterbildung ausgewirkt. Bei den Banken gibt es grosse Unterschiede zwischen Kaderfrauen und Kadermännern. So geben 54% der Kadermänner an, dass sich Förderprogramme positiv auf die Karriere ausgewirkt haben, bei den Kaderfrauen liegt dieser Anteil nur bei 38%.
Frauen beobachten generell häufiger als Männer Hemmnisse für Frauenkarrieren in ihren Unternehmen. Das grösste unternehmensbedingte Hemmnis orten Frauen, aber auch viele Männer in der männlich geprägten Unternehmenskultur. Im persönlichen Bereich liegt das grösste Hemmnis bei den familiären Pflichten von Frauen, gefolgt von mangelhaftem Selbstvertrauen. Die drei am häufigsten beobachteten gesellschaftlich bedingten Hemmnisse für Frauenkarrieren sind die Doppelbelastung von Beruf und Familie, das gesellschaftliche Bild, dass Hausarbeit und Kindererziehung Frauensache sind und die fehlenden bzw. zu teuren Kinderbetreuungsplätze.
Unternehmensinterne Netzwerke bieten gute Möglichkeiten, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Neben informellen Netzwerken werden vor allem arbeits- oder projektbezogene Netzwerke gepflegt. Frauen und Männer auf derselben Karrierestufe (Kader/Nicht Kader) nutzen die unternehmensinternen Netzwerke in gleichem Umfang. Als externe Netzwerke spielen neben dem Freundeskreis vor allem soziale Verbände und Sportclubs sowie Berufsverbände und die Politik eine Rolle. Männer sind in diesen Kategorien die aktiveren Netzwerker.





